Mittwoch, 1. Mai 2013

Montag, 29. April 2013

So, nun muss ich mal ein bisschen aufholen, es ist so einiges passiert.
Am Montag teilte man uns auf der ITS mit, dass man heute nun doch punktieren werde. Der Ultraschall hat leider keinerlei Verbesserung des Ergusses ergeben. Er ist weder weniger geworden, noch hat sich die Konsistenz verändert (also er hat auch nicht angefangen sich abzubauen). Es sollte gegen 13.00 Uhr direkt am Bett unter einer Kurznarkose punktiert werden.
Dr. Geißler (leitender OA der KinderITS) erklärte uns alles ausführlich und sagte auch, dass Benno von seinen Blutwerten  und seiner gesamten Verfassung im Moment (für seine Verhältnisse) optimal wäre. Das Ärzteteam hat beschlossen, dass der Erguss nun punktiert werden müsse, damit Bennos Atmung sich deutlich verbessert und er somit optimal auf den nächsten Chemoblock vorbereitet wäre.

Bevor wir Benno zum Mittagsschlaf fertig machten, kam noch die Physio Jeanette. Sie brachte Benno zum strahlen, denn sie brachte einen weichen gelben Ball, Seifenblasen und einen Luftballon mit. Benno grinste und freute sich und erstaunte uns, wie gut er noch werfen konnte. Die Decke durfte allerdings nicht weggenommen werden und an seine Beine durfte auch niemand *narf*.



Dann war Benno so durch, dass er ganz schnell einschlief. Wir gingen mit einem recht mulmigen Gefühl. Schließlich ist eine Punktion zwar ein sehr kleiner Eingriff, aber eben doch ein Eingriff.

Als wir gegen 14.00 wieder auf die ITS kamen, mussten wir noch ein bisschen im Elternzimmer warten, da Benno noch (im Bett) geröntgt wurde. Danach konnten wir endlich zu ihm. Er war ganz tapfer, sah ziemlich blass aus. Sie hatten ihm 300 ml Flüssigkeit (zum größten Teil Blut) punktiert. Ein 4mm dicker Schlauch steckte noch in seiner rechten Seite und sollte gegen 16.00 gezogen werden. Bis dahin sollte die restliche Flüssigkeit abgelaufen sein.

Bis 16.00 Uhr kamen nochmals 110 ml. Es waren also 410 ml in dem kleinen Kerl. Dass ist natürlich kein Wunder, dass er so furchtbar schlecht Luft bekam.

Es ging ihm auch zusehends besser. Wir waren extrem erleichtert, dass es ihm gut ging und alles gut gegangen ist.

Die Assitensärztin (ich hab den Namen vergessen, schäm), die ihn unter Aufsicht des Oberarztes punktiert hatte, zog ihm dann auch unter großem Gebrüll den Drainageschlauch. Dabei wurde viel gelacht und unbeschwert gewitzelt. Da Bennos Lieblingsschwester Anica dabei war, ging es für ihn.


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