Mittwoch, 27. November 2013

zu Hause

Unglaublich aber wahr. Seit vorgestern sind wir endlich zu Hause. Es kam viel schneller als erhofft und viel eher als erwartet.

Dürfen wir uns jetzt wirklich freuen? Ist nun wirklich das Schlimmste geschafft? Gilt es jetzt wirklich nur noch, dass Bennos Werte stabil bleiben und wir bald mit der Erhaltungstherapie (Retinsäure in Kapselform, die dafür sorgen soll, dass sich evtl. Krebszellen in gutartige Zelle umwandeln) anfangen können?

Es ist alles noch so unwirklich. Ganz tief im Bauch ist dieses unglaubliche Glücksgefühl, aber wir trauen es uns einfach noch nicht rauszulassen. Zu groß ist die Angst. Ich hoffe, dass diese jetzt langsam weichen wird und wir uns wieder als Familie richtig zusammenfinden.

Es ist unglaublich schön wieder zu Hause zu sein, nach so langer Zeit wieder im eigenen Bett, neben dem tollsten aller Männer zu schlafen, eine Badewanne zu haben. Gleichzeitig merke ich eben sehr deutlich, dass wir so lange weg waren. Die Beziehung zwischen Lars und Johanna ist unheimlich eng geworden, sie sind ein absolut toll eingespieltes Team. Das Gleiche gilt natürlich für Benno und mich.

Johanna muss sich jetzt erst wieder dran gewöhnen, dass ihr kleiner Bruder wieder da ist. Sie hat teilweise ziemliche Hemmungen im Umgang mit ihm. Was darf sie, was darf sie nicht. Muss sie sich von ihm das Spielzeug wegnehmen lassen oder nicht. Das fängt schon bei so Kleinigkeiten an, dass ihr Schmuck und ihre Bastelscheren rumliegen. Sie muss sich jetzt erstmal wieder umstellen, dass sie so etwas nicht mehr herumliegen lassen darf.

Es ist so ein unglaubliches Geschenk, dass wir nun die Vorweihnachtszeit in Ruhe, in Familie, miteinander verbringen dürfen.

Gleichzeitig ist es auch für mich unheimlich schwierig, denn ich würde am liebsten alles gleichzeitig machen, die letzten acht Monate aufholen. Alles liegengebliebene erledigen, tausende Ideen umsetzen. Und merke gleichzeitig, dass ich das nicht kann, nicht schaffen werde. Und wieder einmal ein Lektion, die ich lernen muss.

Morgen müssen wir zur Kontrolle nach Md. Wenn sein Blutbild nicht in Ordnung ist (evtl. niedriger hb, Thrombozyten oder Immunglobuline ) muss er eine Transfusion bekommen und wir müssen für einen Tag dort bleiben. Aber das ist ja ein Klacks.

Am Samstag ist dann hier bei und im Ort, direkt vor unserer Haustür ein kleiner Weihnachtsmarkt. Ich freue mich unglaublich drauf. Der Kindergarten wird ein kleines Programm aufführen.
Johanna beim Ballett

Benno wartet darauf, dass Omi und Opi uns abholen kommen


unscharf, aber er ist einfach zu schnell durch den Garten gerast

8 Kommentare:

  1. Ach, wie schön, Grit!
    Ich freue mich sehr mit Euch und glaube weiterhin ganz fest daran, dass jetzt alles gut wird und Ihr mit einem wunderschönen Familien-Weihnachtsfest für alle Schmerzen, Ängste und Entbehrungen belohnt werdet.

    Viele liebe Grüße,
    Petra

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  2. Schade, mein erster Kommentar ist wohl weg....

    Ihr Lieben,

    wir freuen uns sehr, dass Ihr diese Hürde mit all ihren Höhen und Tiefen so Klasse gemeistert habt. Besonders stolz könnt Ihr auf Euren Benno sein, aber auch auf Euch. Atmet durch, Ihr habt es geschafft und seit nun wieder zu Hause.

    Ich bin auch so froh, seit März habe ich mit gehofft, gebangt, gefreut, gelesen.....Alle halbe Stunde das Handy begutachtet, ob Neuigkeiten da sind....was die anderen schreiben.......wie es Euch geht.
    Jetzt freu ich mich zu lesen, Ihr seit zu Hause.

    Nun könnt Ihr alle gemeinsam die Adventszeit genießen, Euch auf das Weihnachtsfest freuen, aber vor allen Dingen wünschen wir Euch das Ihr in Ruhe und ohne Angst Eure Zukunft als Mundt's verbringen könnt.

    Liebe Grit, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, lass es alles ruhig angehen, komm erst einmal gedanklich und gefühlt zu Hause an, alles andere kommt von alleine.
    Ach, deine Chips und Überraschung, die ich Dir im März bringen wollte, habe ich mittlerweile selber gegessen :0)

    Vielleicht sehen wir uns bald mal wieder, mit Banoffee Pie und einer dicken Überraschung nur für Dich.....

    Wir wünschen Euch alles Liebe und eine schöne Zeit
    Bianca & Jürgen mit Familien

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  3. Das ist dad schönste aller Weihnachtsgeschenke.
    Genießt euch und euer zu Hause.
    Sille

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  4. Ich habe eine ganz dicke Gänsehaut und freue mich soooo sehr für euch. Alles wird gut werden.
    Ich wünsche euch, dass ihr nun zur Ruhe kommt und natürlich, dass es euch nach und nach gelingt das Glücksgefühl rauszulassen und zu genießen!
    chris

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  5. Ich freue mich gaaaanz doll für Euch! tauchmaus

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  6. liebe grit , musste gerade heulen. das ist auch für mich das schönste aller weihnachtsgeschenke. genießt es einfach. ihr habt es alle so verdient.
    ganz liebe vorweihnachtliche grüsse kathleen

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  7. Liebe Grit!
    Ich freue mich ganz dolle für euch das ihr nun zuhause seid. Ich wünsche euch eine ganz ganz tolle Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest als komplette Familie!!!!
    Alles gute und weiterhin gedrückte Daumen!
    Mella-h

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  8. Liebe Grit,

    wie gehts Euch denn mittlerweile?
    Könnt Ihr die Vorweihnachtszeit genießen?

    Viele liebe Grüße
    Petra

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Ich freue mich über jeden einzelnen -noch so kurzen- Kommentar, Also los!