Johanna schnarcht ja schon seit Jahren und ihr Hörvermögen ließ auch immer mehr zu wünschen übrig. Ich habe mich lange gesträubt, aber irgendwann ließ es sich nicht mehr aufschieben. Nachdem wir unseren Januar Termin erneut absagen mussten, weil Johanna schwer erkältet war, bekamen wir nun den 19.2. als Op-Termin.
Am 18., also Montagmorgen habe ich mit Johanna einen Untersuchungsmarathon hinter mich gebracht. Erst zur Patientenaufnahme, dann HNO-Ambulanz, dann Anastäsie-Sprechstunde und schließlich auf die HNO-Station zm Arztgespräch. Alles in allem waren wir von 9 bis 15.30 gut beschäftigt.
Zu Hause hab ich dann die Taschen gepackt und die Kinder mussten auch pünktlich ins Bett. Schließlich sollten wir 6.30 Uhr schon wieder im Krankenhaus sein.
Tja gegen 21.30 Uhr stand eine völlig aufgelöste Schwiegermutter in der Tür. Schwiegervater ging es schlecht und wollte, dass sie den Notarzt ruft. Natürlich sind wir schnell aus dem Bett gesprungen. Tatsächlich klagte er über Schmerzen in der Brust und sagte, dass es sich genauso anfühle wie vor 12 Jahren bei seinem Herzinfarkt. Also 112 angerufen. Lars musste mit Taschenlampe vor zur Straße und Schwiegermutter musste sich erstmal beruhigen. Der RTW war nach ca. 12 Minuten da. Der Notarzt ein paar Minuten später. Alles sah nach einem Infarkt aus. Sie haben ihn also mitgenommen.
Lars und Schwiegermutter fuhren dann 23.00 Uhr hinterher. Unnötig zu erwähnen, dass wir alle um 4.45 Uhr aufstehen sollten, oder?
Schwiegervater wurde allerdings gut versogt, so dass wir uns auf Johanna konzentrieren konnten.
Wir fuhren also mit ihr püntklich rein und bezogen unser Zimmer für die nächste Nacht. Gegen 7.00 Uhr gab es das schicke Nachthemd (passend zur Bettwäsche- sowas tolles gibt es zu Hause nicht!) und dann gleich eine Zaubermedizin. Die war wirklich der Hammer. Sie lallte und grinste und betrachtete ganz fasziniert ihre Hände. Dann wurde sie auch schon weggeschoben und wir waren zum warten verurteilt.
Gegen 9.15 Uhr war sie dann wieder da und weinte erstmal herzzerrreißend. Die arme Maus. Den Tag bekamen wir dann aber irgendwie rum, obwohl man die Auswirkungen der Narkose schon deutlich merkte: Sie war sehr launisch, weinte schnell und viel und wirkte alles in allem sehr unausgeglichen.
Nach einer schlechten Nacht (ich denke, das schnarchen hört auf?) konnten wir den nächsten Vormittag nach Hause. Wir statteten also ihrem Opi noch einen kurzen Besuch ab (wo wir eh schon mal im Kh waren *augenroll*) und dann ab nach Hause.
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| gut drauf vor der OP |
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| die Zaubermedizin wirkt |
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| nach der OP-König der Löwen hören geht schon wieder |



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